Urvertrauen – Ehre dich, was vor dir war, und wähle in Liebe, was durch dich weiterwachsen darf.
Deine Würde ist dein Ursprung. Deine Liebe wird zu gelebter Beständigkeit.
Der Monat November erinnert dich daran, dass wahres Licht keine gespannten Flügel braucht, um seine Größe zu zeigen. Manchmal offenbart es seine tiefste Kraft erst dann, wenn es Wurzeln schlägt. Urvertrauen, das nicht auf vollkommene äußere Sicherheit wartet, sondern sich in der gelebten Verbindung zu uns selbst, zur Erde und zur Schöpferquelle entfalten darf. Jenes stille Wissen, dass wir einen Platz in der Schöpfung haben. Dass unsere Existenz keiner Rechtfertigung bedarf. Dass wir verbunden bleiben dürfen, auch wenn sich äußere Sicherheiten verändern, alte Zugehörigkeiten lösen und vertraute Lebensstrukturen eine neue Gestalt annehmen.
In uns führt am 09.11. die Mondin ihre Neumondphase im Skorpion in die verborgenen Schichten unserer Bindungen, zu den ungesagten Wahrheiten und zu jenen Erfahrungen, in denen Liebe und Angst miteinander verwoben wurden. Denn Liebe möchte nicht länger an den Verlust der eigenen Würde gebunden sein. Vielleicht darfst du erkennen, dass du niemanden festhalten musst, um verbunden zu bleiben. Dass eine tiefe Herzensverbindung nicht davon lebt, wie viel du von dir selbst aufgibst, sondern davon, wie wahrhaftig du in ihr gegenwärtig sein kannst. Manche Erkenntnis reift lange im Verborgenen, bis wir eines Tages spüren, dass ihr Augenblick gekommen ist.
Während sich diese inneren Wasser bewegen, überqueren wir am 11.11. eine weitere Schwelle auf unserer Reise, sichtbar zu werden. Gott, Quelle, Geist oder wie auch immer du diesen Ursprung nennst – die tiefste Rückverbindung beginnt in dem Augenblick, in dem du erkennst, dass du niemals außerhalb dieser großen Schöpfungsbewegung gestanden hast. Die Schleier lichten sich nicht, um uns an die Vergangenheit zu binden, sondern um den Blick auf eine freiere Zukunft zu öffnen.
Am 13.11. wird Merkur im Skorpion wieder direktläufig und wenige Stunden später, am 14.11., folgt Venus in der Waage. Was während der Rückläufigkeitsphasen hinterfragt wurde, darf nun allmählich eine neue Richtung finden. Vielleicht entsteht daraus eine leise, aber entscheidende Veränderung – wir sprechen nicht mehr ausschließlich aus der alten Verletzung heraus, sondern zunehmend aus dem Bewusstsein unseres eigenen Wertes.
Mit der Mars-Jupiter-Konjunktion am 16.11. im Löwen erhält diese innere Bewegung eine feurige, schöpferische Qualität. Was früher wie ein unüberwindbares Hindernis erschien, kann aus einer erweiterten Bewusstseinsposition eine andere Bedeutung erhalten. Das Christuslicht, das wir als Bewusstseinsqualität bedingungsloser Liebe und Würde erfahren, darf die Verbindung zwischen den oberen und unteren Energiezentren begleiten.
Wenn sich dann die zweite Novemberhälfte entfaltet, begleitet uns die zunehmende Mondin am 17.11. in jene Phase, in der unsere inneren Erkenntnisse allmählich sichtbare Gestalt annehmen dürfen. Mit dem Eintritt der Sonne in den Schützen am 22.11. beginnt sich nach den tiefen Wasserwelten des Skorpions ein neuer Horizont zu öffnen. Dass selbst jene Wege, die uns einst durch Trennung, Verlust oder tiefe Unsicherheit führten, heute aus einer anderen Bewusstseinsposition betrachtet werden können.
Die Vollmondin am 24.11. im Zeichen Zwillinge beleuchtet dabei noch einmal unsere Gedanken, unsere Sprache und die Art, wie wir unsere eigene Geschichte erzählen. Mit dem Wechsel des Mars in die Jungfrau am 26.11. erhält diese Bewegung zunehmend irdische Qualität. Auch das Uranus-Pluto-Trigon gegen Ende des Monats fügt sich in dieses größere Bild einer tiefgreifenden Neuordnung.
Wir dürfen im Wandel zu Hause sein. Die Schöpferquelle erfährt sich durch uns nicht allein in den großen kosmischen Offenbarungen, sondern auch in jeder noch so kleinen Veränderung unserer Wahrnehmung, unserer Haltung und unserer gelebten Liebe.
